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bpa Pressemitteilung, 10. Juli 2009 (Nr. 42/09)

Erstes Fazit bei Pflegenoten zeigt, dass die Pflege insgesamt gut aufgestellt ist

Bisher einmaliges Transparenzverfahren im deutschen Gesundheitswesen: Noten für ambulante Dienste und Heime

Die Pflege verfügt über ein Transparenzverfahren, das im deutschen Gesundheitswesen bislang einmalig ist: Pflegenoten erleichtern dem Verbraucher die Orientierung. „Dennoch ist der persönliche Eindruck durch nichts zu ersetzen“, so Bernd Meurer. Der Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) rät allen, die auf der Suche nach einem für sie passenden, qualitativ hochwertigen Pflegeangebot für sich selbst oder für einen pflegebedürftigen Angehörigen sind: „Gehen Sie in die Einrichtungen, machen Sie sich selbst ein Bild von der Situation vor Ort, und reden Sie mit den dort ein- und ausgehenden Menschen.“

Der bpa hat die erhöhte Transparenz in der Pflege immer begrüßt und die entsprechende Bewertungssystematik als Partner der Selbstverwaltung mit vereinbart. Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Pflegeversicherungen war an der gemeinsamen Vereinbarung maßgeblich beteiligt. Auf der Basis bundeseinheitlicher Kriterien – und anhand von bekannten Schulnoten – können sich Pflegebedürftige und deren Angehörige über die Qualität der Einrichtungen somit detailliert informieren. Bernd Meurer: „Wichtig ist hierbei, den kritischen Blick nicht nur auf die Gesamtbenotung zu richten. Weit aussagekräftiger für den individuellen Pflege- und Betreuungsbedarf sind die Einzelbenotungen der unterschiedlichen Leistungsbereiche.“

Die ersten Transparenzberichte, die die geleistete Pflegequalität anhand von Schulnoten bewerten und detailliert aufschlüsseln, sind ab sofort im Internet abrufbar. Ein erstes Fazit des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) bescheinigt, dass die Pflege insgesamt gut aufgestellt ist: Die bisher geprüften Einrichtungen schnitten überwiegend mit guten Noten ab. Ausreichende und mangelhafte Ergebnisse lägen in 4,8 % der Fälle vor.

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